Was ist Pfiff? arrow Das Konzept

Projekttr?ger

PFIFF ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der bundesweiten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördertes Projekt.logo_der_inqa.jpg
 
Das Workshopkonzept Drucken


Michael Hakenes
B.A. Saskia Loh
Dipl.-Psych. Catharina Stahn
Ruhr-Universität Bochum
ISE - Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering

 
Mit dem PFIFF-Workshopkonzept bieten wir ein thematisch breit gefächertes Instrument an, das zum Erhalt und Aufbau der geistigen Leistungsfähigkeit beitragen soll.

Die Inhalte des Workshops reichen von Empfehlungen zu einer gesunden Lebensführung über die Vermittlung von Wissen zur Entstehung von Stress, seinen Auswirkungen und möglichen Bewältigungsstrategien bis hin zu einem Training zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Folgende Module sind im Workshopkonzept enthalten:


  1. Stress und Stressbewältigung,
  2. die Rolle von Kognitionen im Stressgeschehen,
  3. die Rolle sozialer Unterstützung im Stressgeschehen,
  4. Ernährung, Sport, Lebensführung,
  5. kognitives Training (MAT) sowie
  6. Empfehlungen zur Arbeitsgestaltung.
Die Inhalte des Workshops sollen sowohl Unternehmer, das betriebliche Gesundheitsmanagement und Personalverantwortliche als auch den einzelnen Arbeitnehmer ansprechen, um der Verantwortlichkeit der Organisationen als auch des Einzelnen für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit Rechnung zu tragen.

Die Module des Workshopkonzepts wurden gewählt, da die wissenschaftliche Literatur Befunde liefert, dass

  1. Stress nachweislich negative Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit hat.
  2. Unser Denkstil (Kognitionen) eine wichtige Rolle im Stressgeschehen spielt.
  3. Sozial unterstützende Verhaltensweisen durch Kollegen und Vorgesetzte eine wichtige Ressource im betrieblichen Zusammenhang zu sein scheint, da sie  sowohl die Wirkung objektiver Stressoren als auch die Wahrnehmung von Stressoren verringern kann.
  4. Bestimmte Nahrungsmittel und körperliche Aktivität die kognitive Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen können.
  5. Kognitives Training im Bereich der fluiden Intelligenzleistungen zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit führen kann.
  6. Bestimmte Arbeitsbedingungen wie monotone Tätigkeiten und Arbeit mit stärkeren manuellen und geringeren intellektuellen Anforderungen mit einer schlechteren kognitiven Leistung zusammenhängen
 

Da sich Stress negativ auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt und gerade im arbeitsbezogenen Kontext die unterschiedlichsten potenziellen Stressoren zum Tragen kommen, sollen im Rahmen des Workshops Hilfestellungen und Anregungen für einen kompetenten Umgang mit stressreichen Situationen gegeben werden, die nicht nur zum Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit, sondern auch zum Schutz der physischen und psychischen Gesundheit beitragen können.

Um ein Bewusstsein für die entscheidende Rolle von Stress zu schaffen, soll des Weiteren über die Auswirkungen von Stress aufgeklärt und gleichzeitig die Möglichkeiten aufgezeigt werden, mit belastenden Situationen - wie z.B. dem Feststellen von Einbußen im Leistungsbereich - besser umgehen zu können. Den Teilnehmern soll vermittelt werden, dass man bestimmten Situationen nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern aktiv zum eigenen Wohlbefinden beitragen kann. In diesem Zusammenhang spielen Kognitionen (z.B. Selbstwirksamkeit und dysfunktionale Denkstile) eine wesentliche Rolle. In einem weiteren Modul soll über die positive Wirkung von sozial unterstützendem Verhalten aufgeklärt werden.

Aufgrund zahlreicher Befunde zum günstigen Einfluss von Sport und bewusster Ernährung auf die kognitive Leistungsfähigkeit sollen die Teilnehmer im Modul zum Lebensstil erfahren, wie sie durch die richtige Ernährung und körperliche Aktivität zum Erhalt und Aufbau der geistigen Leistungsfähigkeit beitragen können.

Da die positive Wirkung von kognitivem Training im Bereich der fluiden Intelligenzleistungen auf die Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit in zahlreichen Untersuchungen bestätigt werden konnte, stellt das Mentale Aktivierungs Training (MAT) einen weiteren Bestandteil des Workshops dar.

Die Auswirkungen bestimmter Arbeitsbedingungen auf die geistige Leistungsfähigkeit sowie entsprechende Empfehlungen, um arbeitsorganisatorisch und qualifikatorisch für die Erhaltung der kognitiven Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer beizutragen, sind im sechsten Modul zusammengestellt. Zu diesem Modul haben wir außerdem einen Maßnahmenkatalog erarbeitet.
 

 

Zum Aufbau des Workshops geht es hier.