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PFIFF ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der bundesweiten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördertes Projekt.logo_der_inqa.jpg
 
Der Einfluss von Arbeitsbedingungen auf die geistige Leistungsf?higkeit Drucken
 

Wenn wir kognitiv aktiv sind, wirkt sich das sowohl positiv auf unsere Gedächtnisleistungen als auch auf die alterskritische fluide Intelligenz aus (Hultsch et al. 1999; Schooler & Mulatu 2001; Singh-Manoux et al. 2003; Wilson et al. 1999). Darüber hinaus werden normale und pathologisch altersbedingte Abbauprozesse (z.B. Demenz) durch kognitive Stimulierung verlangsamt (Milgram et al. 2006; Orrel & Sahakian 1995; Swaab 1991).
Gerade den Arbeitsbedingungen kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu, kann doch anspruchsvolle und komplexe Arbeit unsere grauen Zellen anregen und somit den Altersabbau nachweislich verringern (Bosma et al. 2003).
Andere Studien belegen ebenfalls, dass die Komplexität der Arbeit mit einer besseren Leistung der intellektuellen Flexibilität verbunden ist (Kohn & Schooler 1983), die sogar über einen Zeitraum von 30 Jahren anhielt und am robustesten bei den älteren Arbeitnehmern zu sein schien (Schooler, Mulato & Oates 1999).
Potter et al. (2006) zeigten, dass Personen, die einen Beruf mit höheren intellektuellen Anforderungen ausübten, leichte Verbesserungen ihres kognitiven Status über einen Zeitraum von 7 Jahren aufwiesen, während diejenigen, deren Beruf mehr physische Anforderungen oder visuelle Aufmerksamkeit verlangten, einen leichten Rückgang der kognitiven Leistung über diesen Zeitraum zeigten.
Ein erfreuliches Ergebnis ist, dass der positive Einfluss anspruchsvoller Tätigkeit auf die geistige Leistungsfähigkeit mit steigendem Alter sogar zunimmt (Schooler et al. 1999; Warr 1995). Auch Schooler (1990) kommt zu dem Schluss, dass komplexe Umgebungsbedingungen, die das Lernen unterstützen und Problemlösefertigkeiten abverlangen, sich positiv auf die intellektuellen Funktionen älterer Menschen auswirken.
Arbeitsbedingungen sind also eine hoch wirksame Stellgröße dafür, dass ältere Erwerbstätige arbeitsfähig sind und es auch bleiben: Arbeit, die uns geistig fordert, schützt vor kognitiver Beeinträchtigung!
Diese Aussage wurde durch Ergebnisse aus der MAAS Prospective Cohort Study (Bosma et al. 2003) unterstützt. Personen, die in der Vergangenheit beruflich aktiv waren, erzielten die gleichen Ergebnisse wie Personen, die zum Untersuchungszeitpunkt berufstätig aktiv waren. Diese Ergebnisse waren weitestgehend unabhängig von Faktoren, die mit der geistigen Leistungsfähigkeit in Zusammenhang stehen (wie Alter, Bildungsniveau, intellektuellen Fähigkeiten, Lebensstil, Erkrankungen und familiärer Vorbelastungen bzgl. Demenz). Somit zeigen auch diese Befunde, dass Arbeit, die uns kognitiv fordert und anregt, ein wichtiger Faktor für die langfristige Erhaltung unserer geistigen Fitness ist (Bedenkt man, dass wir einen beträchtlichen Teil unserer Lebenszeit an unserem Arbeitsplatz verbringen, ist das ja auch kein Wunder!).
Die Studie von Bosma et a. (2003) kann als weitere Bestätigung der sog. „Use-it-or-lose-it"-Perspektive des kognitiven Alterns (Christensen et al. 1996; Fabrigoule et al. 1995; Hultsch et al. 1993; Orrel & Sahakian 1995; Swaab 1991) gesehen werden. Diese besagt, dass ein Leistungsabfall in bestimmten Bereichen dadurch zustande kommt, dass eben diese Bereiche nicht beansprucht worden sind.
Auch die Untersuchung von Marquié et al. (2007) weist in diese Richtung. Sie lieferte Hinweise, dass diejenigen Fähigkeiten von Menschen, die kognitiv beanspruchenden Aktivitäten nachgehen, besser aufrechterhalten werden oder sich gar ausbauen als bei den Personen, die einer weniger komplexen Umgebung mit minimaler kognitiver Nutzung ausgesetzt sind (Christensen & Mackinnon 1993; Crowe et al. 2003; Hultsch et al. 1999; Schooler & Maulatu 2001; Singh-Manoux et al. 2003;).
Außerdem zeigte die Untersuchung, dass Tätigkeiten

  • mit unterschiedlichen geistigen Anforderungen und
  • Übungsoptionen sowie
  • der Möglichkeit, neue Dinge zu erlernen und die Arbeitskompetenzen langfristig zu entwickeln,

die kognitiven Funktionen verbessern und möglicherweise den altersbedingten Abbau solcher Funktionen vermindern.
In vielen Berufen brauchen wir spezialisierte kognitive Prozesse besonders intensiv und regelmäßig: das ist eine gute Voraussetzung, um diese Prozesse vor altersbezogenem Abbau zu schützen (Marquié 1997; Salthouse 1991; Salthouse 2006).
Gehobene Arbeitstätigkeiten sind mit einem niedrigeren Risiko für Alzheimer und sinkende Gedächtnisleistungen verbunden (Dartigues et al. 1992; Imaizumi 1993; Magnione et al. 1993; Stern et al. 1994).
Es gibt zusätzlich einige Befunde, dass ein altersbezogener Abbau bei Personen, die komplexe Bürotätigkeiten ausführen, geringer ist, als dies bei Leuten mit anderen Berufen der Fall ist. Komplexe Berufsbedingungen können das Risiko von Gedächtnisproblemen und Demenz nach Berufsaufgabe vermutlich gänzlich verringern. Frisoni et al. (1993) bringen landwirtschaftliche Tätigkeiten  - im Vergleich zu gehobenen „white-collar" Tätigkeiten  -  mit einer größeren Wahrscheinlichkeit von Demenz in Zusammenhang. Studien haben gezeigt, dass das Vorkommen der Alzheimer Erkrankung geringer für Menschen mit relativ gehobenen Arbeitstätigkeiten (in den USA: Magnione et al. 1993; Stern et al. 1994; in Frankreich: Dartigues et al. 1992; in Japan: Imaizumi 1993) ist.
Defizite entstehen, wenn kognitive Funktionen durch die Tätigkeit in einem bestimmten Arbeitsfeld nicht beansprucht und gefördert werden (Estryn-Behar et al. 2005) und monotone Tätigkeiten im Berufsleben dominieren (Rowe & Kahn 1998). Auch konnte gezeigt werden, dass Tätigkeiten mit stärkeren manuellen und geringeren intellektuellen Anforderungen mit einer schlechteren kognitiven Leistung zusammenhängen (Jorm et al. 1998; Schmand et al. 1997).
So formuliert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua):
„Viele Arbeitsplätze sind heute so gestaltet, dass sie nur für eine begrenzte Tätigkeitsdauer geeignet sind, d.h. mehr als 50% der Beschäftigten können diese Arbeitsplätze nicht bis ins gesetzliche Rentenalter, oft noch nicht einmal bis zum 55. Lebensjahr ausfüllen - sie sind vorzeitig verschlissen. Dafür ist allerdings nicht das Alter der Beschäftigten verantwortlich, sondern die schlechte Gestaltung der Arbeitsplätze und das lange Verbleiben auf diesen. Denn - das zeigen zahlreiche Untersuchungen - anforderungsarme, monotone und hoch arbeitsteilige Tätigkeiten mit zu hohen Routineanteilen führen zu vorzeitigem körperlichen und psychischen Verschleiß, Dequalifizierung, Demotivierung, Verlust der Lernfähigkeit und sinkender mentaler Leistungsfähigkeit."
Arbeitsbedingungen wie Nacht- und Schichtarbeit wirken sich ebenfalls negativ auf die geistige Leistungsfähigkeit aus (Folkard 1996; Folkard & Akerstedt 2004; Folkard & Tucker 2003; zum Zusammenhang zwischen Schichtarbeit auf die kognitive Leistungsfähigkeit s. Rouch et al. 2005). So zeigten Ansiau et al. (2007), dass sowohl physische Aktivität als auch das Arbeiten vor 6 Uhr morgens und nach 22 Uhr am folgenden Tag mit einer schlechteren kognitiven Leistung verbunden waren.
Studien über den Zusammenhang zwischen Alter und arbeitsbezogener Leistungsfähigkeit zeigen im Allgemeinen keinen Einfluss des Alters (McEvoy et al. 1989; Waldman et al. 1986), obgleich sich die Art der Alterungseffekte nach der Beschaffenheit des Arbeitsplatzes richten kann (Warr 1994). Hacker (2004) kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass die Leistungsminderung bei Aufgaben

  • mit Zeitdruck,
  • ohne Tätigkeitsspielraum und
  • ohne Lernchancen

nicht primär das Ergebnis biologischen Alterns, sondern das Produkt einer defizitären Arbeits- und Organisationsgestaltung ist.
Bestimmte Arbeitsbedingungen wirken sich also nachteilig auf unsere geistige Leistungsfähigkeit aus. Darüber hinaus gibt es aber noch einen weiteren Aspekt, der im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen und der geistigen Fitness beachtet werden muss: Eine mangelhafte Arbeits- und Organisationsgestaltung kann berufsbedingten Stress verursachen. Daher werden arbeitsbezogene Faktoren, die einen empirischen Zusammenhang mit psychologischen und physiologischen Stressindikatoren aufweisen, der Kategorie der Stressoren zugeordnet (Cooper & Payne 1978; McGrath 1978, zitiert bei Greif 1991, S. 13). Arbeitsbezogene Faktoren können also als Stressoren wirken, und da wissenschaftliche Untersuchungen den negativen Einfluss von Stress auf die geistige Leistungsfähigkeit belegen (Alexander et al. 2007; Caswell et al. 2003; Jelicic et al. 2004; Klein & Boals 2001a, 2001b; Lee et al. 2004; Lupien et al. 1997; Sliwinski et al. 2006; Wolf et al. 1998), ist eine Überprüfung des Einflusses von Arbeitsplatzmerkmalen und -bedingungen sowie das Ergreifen entsprechender Maßnahmen doppelt sinnvoll. Zum einen, um

  • den direkten negativen Effekt von Arbeitsbedingungen auf die geistige Leistungsfähigkeit zu vermindern und zum anderen, um
  • den indirekten Effekt von Arbeitsbedingungen in der Wirkungskette Arbeitsbedingungen - Stress - Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit zu bekämpfen.

Dabei sollten Sie nicht nur auf möglich schädigende Faktoren in der Arbeitsorganisation und -gestaltung achten, sondern vor allem auch die förderlichen Aspekte am Arbeitsplatz und im Arbeitsumfeld betrachten. Neben der Reduzierung der ungünstigen Faktoren gilt es gerade die unterstützenden Faktoren für den Erhalt der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens zu verstärken: Arbeitsbelastungen führen nämlich nicht zwangsläufig zu Beeinträchtigungen. Die gesamten Arbeits- und Kontextbedingungen spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Dabei scheint vor allem der Kontroll- und Tätigkeitsspielraum eine wichtige Wirkung zu haben (Frese 1989). Außerdem scheint die kollegiale Hilfe am Arbeitsplatz und die soziale Unterstützung als bedeutende Entlastung zu wirken (Greif 1991).
Um einer begrenzten Tätigkeitsdauer aufgrund von ungünstigen Arbeitsbedingungen vorzubeugen, sollten Unternehmen präventive Maßnahmen ergreifen. Aber auch trotz guter Arbeitsgestaltung kann sich die Arbeitsfähigkeit mit dem Alter verändern - dann sollten Betriebe idealerweise über Strategien verfügen, die Arbeit dem veränderten Leistungsvermögen anzupassen. Diese Strategie wird in Deutschland im internationalen Vergleich allerdings noch nicht so häufig umgesetzt, wie z. B. in Spanien oder Finnland.


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